Studierende der TU Wien präsentieren ein Entwicklungskonzept für die Kleinregion GeMaPriMa

Studierende entwickeln Visionen für den ländlichen Raum

Am 29. Jänner 2020 fand in Gerersdorf die Abschlusspräsentation der Projektarbeiten von mehr als 50 Studentinnen und Studenten statt, die in zehn Gruppen ein räumliches Entwicklungskonzept für die Kleinregion GeMaPriMa (Gerersdorf, Markersdorf-Haindorf, Prinzersdorf, St. Margarethen/Siernig) ausgearbeitet haben.

Das Projekt 2, auch als “P2” abgekürzt, ist eine Pflichtlehrveranstaltung im 5. Semester des Bachelorstudiums Raumplanung und Raumordnung an der Technischen Universität Wien. Das Projekt erstreckt sich über ein Semester und führt das bisher gesammelte Wissen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen zusammen. Dazu zählen Soziologie, Regionalplanung, Verkehrsplanung, Landschaftsplanung, Stadtplanung und vieles mehr.

Mit Unterstützung von Lehrenden aus den einzelnen Fachgebieten konnten von den Studierendengruppen zehn einzigartige Entwicklungskonzepte erarbeitet werden. Ausgehend von einer Analyse der Gegebenheiten wurden Entwicklungsszenarien und Visionen skizziert, die einen idealen Zustand der Kleinregion in der fernen Zukunft darstellen. Unterstützt wurde die Studentinnen und Studenten bei ihrer Datenerhebung durch die Gemeindeverwaltungen und GemeindepolitikerInnen aus den vier Kleinregionsgemeinden.

Die Kleinregion GeMaPriMa ist vor allem geprägt durch das stetige Bevölkerungswachstum im Umfeld der Landeshauptstadt St. Pölten. Aufgrund der hohen Wohnattraktivität und guten Verkehrsanbindung steigt die Bevölkerungszahl in den einzelnen Gemeinden kontinuierlich. Andererseits befinden sich in der Kleinregion wertvollen Ackerböden, die zu den produktivsten von Österreich gehören und dessen Erhalt von großen öffentlichen Interesse ist.

Die in diesem Lehrgang entwickelten Projekte überzeugten durch ihre innovativen Lösungsansätze. Dabei wurden Antworten auf Themen wie zum Beispiel Baulandverdichtung, Biotopvernetzung, Gemeindekooperationen, Micro-Öffi-Angebote oder nachhaltige Bodennutzung gegeben. Sie können als Ideenbasis für zukünftige Projekte in der Kleinregion genutzt werden. Die Ergebnisse dieses TU Lehrganges können ab Ende Februar unter http://p2.iemar.tuwien.ac.at/p2_19_gemaprima/ angesehen werden.

Textbausteine: Daniel Brüll, www.noeregional.at